Testcenter in Zolling, mobile Abstrichstelle und viel Koordination – Die momentanen Aufgaben des BRK Freising in der Coronazeit

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Während andernorts aufgrund Ausgangsbeschränkungen, Kurzarbeit und ähnlichem allmählich Langeweile aufkommt, hat das Bayerische Rote Kreuz gerade alle Hände voll zu tun. Für den Kreis Freising bedeutet dies eine Reihe an Aufgaben, die mit vielen Ehrenamtlichen und in Zusammenarbeit mit der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) gemeistert werden und von einem dafür eingerichteten Krisenstab koordiniert werden.

Dazu gehört beispielsweise die Corona-Teststrecke in Zolling. Sechs Helfer*innen nehmen hier Abstriche von möglichen Infizierten, die ausschließlich von Hausärzt*innen oder der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) dafür angemeldet werden können. Auch für die Terminvergabe und die Vorbereitung des Testmaterials sind BRK und JUH gemeinsam verantwortlich. Zentral erledigt wird das in Freising. Hier ist außerdem eine Hotline eingerichtet, mit der drei bis vier Helfer*innen täglich von 8:00 bis 16:00 Uhr Hilfen und Dienstleistungen organisieren für die Personen, die nicht anderweitig versorgt werden.

Neben dem stationären Abstrichcenter soll am 02.04. zusätzlich eine mobile Abstrichstelle den Betrieb aufnehmen. Dieses Fahrzeug kann zu Personen und Einrichtungen geschickt werden, deren Abstriche nicht in dem Zollinger Drive-In durchgeführt werden können. Außerdem wird dieses Fahrzeug mit seiner jeweiligen Besatzung Transporte von Corona-positiven Patient*innen übernehmen, wenn sie keine oder nur eine leichte Symptomatik aufweisen und vom Krankenhaus zurück nach Hause oder in ein Altenheim beispielsweise gebracht werden können.

Neue Aufgaben werden zudem vor allem mit einer Erhöhung der Krankenhauskapazitäten auf die Helfer*innen zukommen. Die Planungen dafür sind bereits in vollem Gange und das BRK Freising wird auch hier Personal zur Verfügung zu stellen, um die Pflegekräfte zu unterstützen.

Doch auch auf die üblichen Aufgaben des Roten Kreuzes wirkt sich das Coronavirus aus. So müssen zum Beispiel immer wieder Mitarbeiter*innen des Rettungsdienstes in Quarantäne geschickt werden, weil sie nicht im Vorfeld darüber informiert wurden, dass ein Patient oder eine Patientin mit Covid-19 infiziert ist, beziehungsweise die Möglichkeit einer Infektion besteht. Gerade in der momentanen Zeit, in der das Rote Kreuz mehr denn je darauf angewiesen ist, gesunde und verfügbare Einsatzkräfte zu haben, ist es deshalb besonders wichtig, dass die Einsatzkräfte sofort darüber informiert werden, wenn auch nur die Vermutung einer Infektion besteht. Nur so können auch die zukünftigen Herausforderungen in hoher Besetzung gemeistert werden.

 

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Bild Stab

Fotos:

Bild 1: Gegen das Virus gewappnet sind die Mitarbeitenden an der Teststelle in Zolling.
Bild 2: In der Stabstelle Freising unterstützen Mitarbeiterinnen die Einsatzleitung in der Organisation.

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